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Five Years On: the Idea for an Observatory/ Im fünften Jahr: die Idee eines Observatoriums

In the five years that we’ve been coming together in Spitz for the European Literature Days, something unashamedly European has developed...

Observatorium der europäischen Gegenwartsliteratur / The Observatory of Contemporary European Literature

...I feel we can now talk of ‘US’, of a certain closeness that’s European and which could only have come to pass in this small town on the Danube…in this oasis deep in the countryside, far from the madding crowds in the cities, from which most of us come. We are happy to see each other again, to welcome new original thinkers to our circle and to get to know new writing, new literature we aren’t otherwise aware of. That’s what happens every year in Spitz an der Donau. It’s so good, to be in such captivating surroundings, in a wine-growing town that’s so welcoming to visitors. Year after year, no one wants to go home from these four October days in the Wachau. It’s a meeting of literary minds, a think-tank, people from all over Europe, who are keen to discuss dispassionately contemporary issues in the world of books and the Media. What has come alive here is an unashamedly European thing. I’m impressed by this throughout the rest of the year. There’s something perceptible, it’s called Europe, and every time we take our leave of each other, after these intense days together, this idea of Europe has grown more tangible.

We’re in no way a homogenous group: many come regularly, new ones turn up. It would be wrong to suggest that there aren’t divisions amongst us – the ‘us’ from the north and west of Europe and the ‘us’ from the south and east. We are a fractured ‘we’, a round table of authors, publishers, critics, communicators generally, from all over Europe, who talk about their own literature and listen to others talking about theirs. And as they disperse, they will invite members of the group, whom they’ve come to appreciate, to come to their country or suggest others, who might come to the next year’s Literature Days in Spitz.

There’s something perceptible, it’s called Europe… It’s the result of both the euphoria and the thoughtfulness of our get-togethers in the Wachau. And it creates a conviction that we can escape from the dreariness of current literary and political debate, if our debates open our eyes to each other and to each other’s literature. That’s what we men and women of European letters believe. And that’s what led during last October’s Literature Days to the idea of the Observatory of Contemporary European Literature.
Here’s what we’re doing: Rosie Goldsmith and I write these blogs about the interesting things going on among the network of people in the ELit European Literature House (ELit Literaturhaus Europa). Other members of the network report on developments in their respective language areas. Every October, during the Literature Days, we look for connexions, cross-references and discuss what brings us together and what splits us apart. This will create an archive of material on trends in contemporary European literature…which will grow and grow.

Translated by Max Easterman

***

Seitdem wir uns einmal im Jahr zu den Europäischen Literaturtagen treffen, wächst etwas unverdrossen Europäisches heran. Ich habe das Gefühl, von einem WIR sprechen zu können, von einer gewissen Verbundenheit, die mit Europa zu tun hat, die aber nur an diesem kleinen Ort an der Donau entstehen konnte. In einer Oase mitten auf dem Land, abseits der geschäftigen Städte, aus denen die meisten von uns anreisen. Wir freuen uns darüber, einander wiederzusehen, neue MitdenkerInnen in unserer Runde zu begrüßen und Literaturen kennenzulernen, die wir noch nicht wahrgenommen haben. So ist das jährlich in Spitz an der Donau. Gut ausgedacht, dass diese Landschaft so fesselnd schön ist, und es in diesem Winzerort an der Donau so gastfreundlich zugeht. Keiner von uns will weg in diesen vier Tagen alljährlich im Oktober in der Wachau. Ein Think Tank findet hier statt, ein Treffen von Literaturmenschen aus vielen Ländern in Europa, die neugierig und gelassen über aktuelle Themen der Bücher- und Medienwelt diskutieren. Das Unverdrossene, das dabei wächst- eine gelebte Idee von Europa. Das beeindruckt mich am meisten die ganzen Jahre über. Etwas Fühlbares, das Europa heisst und fassbarer wird, jedes Mal ein wenig mehr, wenn wir uns voneinander verabschieden nach intensiven gemeinsamen Tagen.

Wir sind keine homogene Gruppe, manche kommen regelmäßig, neue stoßen dazu. Es wäre vermessen zu behaupten, dass es keine Trennlinien gibt zwischen uns, die wir aus dem Norden und Westen, und uns, die wir aus dem Süden und Osten kommen. So ein zerissenes Wir ist das. Ein Round table, AutorInnen, VerlegerInnen, KritikerInnen, VermittlerInnen aus den verschiedenen Ländern Europas, die von ihrer Literatur erzählen und den anderen zuhören, wenn sie von der ihren berichten. Und eben wieder auseinander gehen, AutorInnen aus unserer Runde, die sie schätzten lernten, in ihre eigenen Länder einladen und wiederum andere für die nächsten Europäischen Literaturtage in Spitz vorschlagen.

Das Fühlbare, das Europa heisst. Es wächst aus der Euphorie wie der Nachdenklichkeit unserer Treffen in der Wachau. Und es zieht die Überzeugung nach sich, dass wir derTrostlosigkeit gegenwärtiger literarischer wie politischer Debatten entkommen, wenn sich diese Debatten dem Blick der anderen auf die eigene und die Literatur der anderen in Europa öffnen. Das ist die Idee von femmes und hommes de lettre Europas. Und so entstand der Plan zum Observatorium der europäischen Gegenwartsliteratur im letzten Oktober bei den Europäischen Literaturtagen.

Was wir vorhaben: Rosie Goldsmith und ich berichten regelmäßig auf diesem Weblog über Interessantes aus dem Netzwerk von ELit Literaturhausd Europa. ReferentInnen aus dem Netzwerk berichten über Trends in den verschiedenen Sprachräumen. Jedes Jahr im Oktober bei den Europäischen Literaturtagen wird nach Querverbindungen gesucht, das Verbindende wie das Trennende diskutiert. Damit soll ein Archiv von Einträgen über Trends in der europäischen Gegenwartsliteratur entstehen. Nach und nach.

Walter Grond

Walter Grond, born 1957, Austrian novelist. He is artistic director of ELit Literaturehouse Europe.

Walter Grond, geboren 1957, österreichischer Romancier und Essayist. Er ist Künstlerischer Leiter von ELiT Literaturhaus Europa.

Walter Grond, born 1957, Austrian novelist. He is artistic director of ELit Literaturehouse Europe.

Walter Grond, geboren 1957, österreichischer Romancier und Essayist. Er ist Künstlerischer Leiter von ELiT Literaturhaus Europa.

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