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Sektionen

ELit Dossier Jänner bis März 2016/ January to March 2016

Europa

Der belgische Politologe Peter Vermeersch zeichnet in seinem für das Fabula 2016 Festival Ljubljana verfassten Essay ein eindrucksvolles Bild der Veränderungen in Europa: 500 Flüchtlinge kommen im Dorf seiner Kindheit in Belgien an, am Ende einer Fahrt über die Balkanroute (Night Travellers).

Ebenso  düster, beinahe gespenstisch zeichnet der slowenische Lyriker und Romancier Aleš Šteger die Abschaffung  Europas  nach, ein Leben in der apokalyptischen Vision, das sich als  das Leben im heutigen Europa herausstellt (Ein Ausweg den es nicht gibt).

Walter Grond erzählt von einem geglückten Dialog der Kulturen beim Osterfestival Imago Dei in Krems. Ein Abend der Begegnung, der zugleich einige Hintergründe jenes Krieges zum Thema machte, der heute im Nahen und Mittleren Osten tobt (Mediterranes Europa).

 

Urheberrechts-Kontroverse

Kaum etwas illustriert das europäische Dilemma besser als die gegenwärtige Auseinandersetzung um das Urheberrecht. Es ist rechtlich so national geregelt wie es grundsätzlich einen europäischen Wert darstellt – das erkämpfte Recht der Urheber von Literatur auf finanzielle Vergütung ihrer Werke, das neben der garantierten Freiheit des Wortes erst die Vielfalt der europäischen Literatur ermöglichte.

Gerhard Ruiss beginnt die neue Blog-Reihe mit einer Darstellung der Urheberrechtssituation in Österreich.

 

Literarische Trends in Europa

Katja Petrovic berichtet von einer Initiative europäischer Buchhändler (What does Europe mean today?). Anlässlich des National Libraries Day schreibt Rosie Goldsmith ein Plädoyer für den Fortbestand der öffentlichen  Bibliotheken (Libraries Matter).

Judith Vonberg durchforstete Bestsellerlisten in mehreren europäischen Ländern und fand heraus, welche sich Romane 2015 wo am besten verkauften (Bestselling fiction across Europe).

West Camel stellt zwei neue Anthologien europäischer Gegenwartsliteratur in Großbritannien vor (Literary merit and contemporary themes: Best European Fiction 2016 & Essential New European Literature, Volume I. Katja Petrovic stellt französische Verlegerin und Übersetzerin Nicole Bary vor, die zweisprachige und bikulturelle Schriftsteller publiziert (Europäische Literatur?).

Judith  Vonberg berichtet vom Einfluss der britischen Kriminalliteratur auf die deutsche Kultur (Love at First Sight: British Crime Fiction and the Germans) und von einem spannenden Dialog zwischen einer österreichischen und einer englischen Schriftstellerin (Variations on a theme). Rainer Moritz schreibt über die sympathisch eigenwillige Jury des Leipziger Buchpreises 2016 (Das Favoritensterben).

Mit Peter Zimmermanns Beitrag startet eine neue Serie im Observatorium der Europäischen Gegenwartsliteratur. Im Besonderen stehen ab 2016 einzelne AutorInnen im Mittelpunkt, immer aus einer länder- und sprachenübergreifenden Perspektive: a) Wie werden in andere Sprachen übersetzte AutorInnen in ihrem eigenem Land und in den Ländern rezipiert, in deren Sprachen sie übersetzt sind? b) Welche wichtige AutorInnen sind noch nicht übersetzt? Inwiefern sind sie wichtig in ihren Ländern und Sprachkreisen? (Über die Peter-Handke-Rezeption im deutschen Sprachraum).

 

Innovation in the digital field

Renata Zamida befasst sich mit verschiedenen Modellen des E-Book Abonnements (E-book Subscription models: What works for the readers drags down the business), Marco Hercog mit der Frage eines einheitlichen E-Book Formates (How to prepare an e-book to be readable on all devices?).