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Writers’ self-help/ Selbsthilfe von Autoren

iTunes shows how it’s done. An extensive catalogue of music tracks, games, books and of course Apps is available to users. Anyone who has stored his or her credit card data obtains the desired products in seconds. This speed is sometimes even consolation for the fact that books are linked with exasperating DRM editions that only cause hassle. Suppliers of audio books give iTunes credit that competitors like audible.de (from Amazon) may well make similar promises, but they load their service with prohibitive costs. iTunes is almost fair as regards its costs for suppliers, so they say.

But what about those who choose other avenues and don’t merely want to feed a global quasi-monopoly? In Switzerland a group of spoken word writers and publishers has formed to set up their own version of ‘iTunes’. The spoken-word.ch website (http://www.spoken-word.ch) is now online and offers a catalogue of tracks and albums in audio format. Initially, this is not likely to yield big profits. In any case, the copyright holders linked with the project are not on the side of major profiteers. The whole point is entirely different: part of the online marketing should be self-managed.

spoken-word.ch is not acting exclusively. Anyone who publishes here can also opt for alternative routes – whether this is via a publishing house or web portals. But spoken-word.ch tries to override the disconnections between performance and literature, and to create a common pool for this. The platform is open to all writers with stage experience and the ability to produce technically flawless tracks. If they publish on spoken-word.ch, they can keep most of the revenue. Only the future will tell how far consumers are also willing to take up such offers.

Translated by Suzanne Kirkbright

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iTunes macht es vor. Ein umfangreicher Katalog von Musiktiteln, Games, Büchern und natürlich Apps bietet sich den Usern an. Wer seine Kreditkartendaten gespeichert hat, gelangt innert Sekunden zu den gewünschten Produkten. Diese Schnelligkeit tröstet mitunter sogar darüber hinweg, dass Bücher mit leidigen DRM-Auflagen verbunden sind, die nur Probleme bereiten. Anbieter von Hörbüchern halten iTunes zugute, dass Konkurrenten wie audible.de (von Amazon) zwar ähnliche Versprechungen machen, ihren Service aber mit prohibitiven Kosten belegen. iTunes sei geradezu fair in den Kosten für Anbieter, wird gesagt.

Doch was ist mit denen, die andere Wege beschreiten und nicht bloss ein globales Quasi-Monopol füttern möchten? In der Schweiz hat sich eine Gruppe von Spoken Word-Autoren und -Verleger zusammen getan, um ein eigenes „iTunes“ auf die Beine zu stellen. Seit kurzem ist die Seite spoken-word.ch online und bietet einen Katalog von Tracks und Alben im Audio-Format an. Grosse Gewinne lassen sich damit fürs erste nicht erzielen. Die dem Projekt angeschlossenen Urheber stehen aber sowieso nicht auf der Seite der grossen Profiteure. Es geht um etwas anderes: Ein Teil des online-Marketings soll selbst verwaltet werden.

spoken-word.ch agiert nicht exklusiv. Wer hier veröffentlicht, kann auch andere Wege beschreiten – sei es über einen Verlag oder andere Webportale. Doch spoken-word.ch versucht die Trennungen zwischen Performance und Literatur aufzuheben und dafür einen gemeinsamen Pool zu schaffen. Die Plattform steht allen Autoren offen, die Bühnenerfahrung haben und technisch einwandfreie Tracks produzieren können. Wenn sie auf spoken-word.ch publizieren, bleibt ihnen der Erlös zu grossen Teilen erhalten. Die Zukunft wird zeigen, inwieweit auch die Konsumenten bereit sind, auf solche Angebote einzugehen.

Beat Mazenauer

Beat Mazenauer, geboren 1958, Schweizer Literaturkritiker und -netzwerker. Er ist Leiter des Webportals LiteraturSchweiz (http://www.literaturschweiz.ch).

Beat Mazenauer, born 1958, Swiss literary critic and networker. He is director of SwissLiterature (http://www.swissliterature.ch).

Beat Mazenauer, geboren 1958, Schweizer Literaturkritiker und -netzwerker. Er ist Leiter des Webportals LiteraturSchweiz (http://www.literaturschweiz.ch).

Beat Mazenauer, born 1958, Swiss literary critic and networker. He is director of SwissLiterature (http://www.swissliterature.ch).

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