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Die Kolonisten

Wie schreiben europäische Autoren über andere Weltgegenden, und wie stehen dort ansässige Autoren dazu? Und wie wiederum beschreiben diese ihre Welt, und was halten europäische Autoren davon? Welche neue Formen von literarisch urbanem Selbstverständnis entstehen in unserer globalisierten Welt?
In seinem bei den Europäischen Literaturtagen 2015 vorgestellten Roman Pest & Cholera weist der französische Autor Patrick Deville auf eine Dynamik des europäischen Kolonialismus seit dem 19 Jahrhundert hin, die auch SchriftstellerInnen und die Literatur betrifft. Im Bestreben, die ganz Welt zu europäisieren, brechen im Namen des Fortschritts Entdeckungsreisende, Forscher und Wissenschaftler, Reiseschriftsteller und Abenteurer in vermeintlich unbekanntes Territorium auf, schreiben über die für sie fremden Kulturen, und setzen damit den Prozess der Kolonisierung in Gang. Ihnen folgen stets – auch im Namen des Fortschritts – die Militärs und Handelsherren, die das Land erobern, europäisieren und am Ende meistens ins Chaos treiben.

Die Kolonisten

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